Wir setzen seit Jahren beim Erstellen von Websites für unsere Kunden und Projekte auf Wordpress.

Ein Open-Source Content Management System, das so wie die Menge an Vor- und Nachteilen ebensoviele Befürworter und Hater hat.
Dabei schätzen wir die Vielzahl an Themes und Plugins, die das Erstellen kompletter Kundenwebsiten bis hin zu E-Commerce Lösungen in einem vernünftigen und vor allem für den Kunden finanzierbaren Rahmen möglich machen.

Genau diese Plugins und das an sich mächtige E-Commerce Tool Woocommerce tragen allerdings auch dazu bei, dass auf normalen Webhostern die Ladezeiten der Website ins unendliche steigen können. Ein Umstand, der sich mit weiteren Plugins und Optimisierungswerkzeugen zwar bekämpfen lässt, aber nie wirklich zur absoluten Zufriedenheit führt.

TTFB – das Kürzel aus der Hölle

Wenn es um Ladezeiten der Website geht, dann kommt man zwangsläufig an einer Abkürzung nicht vorbei:

TTFB – Time to first byte

Vereinfach gesagt wird damit die Zeit bezeichnet, die von der Anfrage des Browsers an den Server bis hin zur ersten Anlieferung von Informationen, die der Browser schlussendlich darstellen kann, vergeht. Und diese Zeit gilt es möglichst niedrig zu halten, stellt sie doch die Zeit dar, die der Besucher der Website warten muss, bis er etwas von der Website zu sehen bekommt.
Je länger also diese Zeitspanne ist, umso größer ist das Risiko, dass unser potentielle Kunde das Interesse verliert und die Seite verlässt (im Fachjargon unter „Bounce-Rate“ geführt und ist im Idealfall so gering als nur irgendwie möglich).

Mit Pingdom.com kann die Seite auf ihre Performance getestet werden. Hier erreicht sie einen unglaublich schlechten Wert von 13 Sekunden Ladezeit.

Die Sucht beginnt

Genau an dieser Stelle beginnt es nun so richtig spannend zu werden und die süchtig machende Jagd nach dem Speed-Rausch beginnt. Wie zur Hölle bekommt man diese TTFB nur herunter?

Dazu muss man verstehen, welche Faktoren diesen Wert beeinflussen.

  1. Wordpress wird durch hinzufügen von Plugins in seiner Code-Struktur immer komplexer. Diese Menge an Funktionen, Datenbankabfragen etc. muss vom Server verarbeitet und interpretiert werden. Anschließend wird dem Browser die fertig berechnete Seite vom Server zugeschickt, damit dieser dann die Seite am Besucherbildschirm funkeln lassen kann.
    E-Commerce Systeme wie im speziellen Woocommerce benötigen noch bei weitem mehr Ressourcen und beeinträchtigen die Ladezeit somit enorm.
  2. Diese Serverpower muss allerdings auch vorhanden sein, um die TTFB kurz zu halten. Der normale Webspace vom Hoster um die Ecke reicht da meist nicht mehr aus. Dieser Webspace liegt nämlich auf einem Server, der zwar die Ressourcen hat, diese aber geteilt werden müssen. Auf einem Server liegen die Webspaces hunderter Kunden und so auch hunderte Websites, auf die zugegriffen wird, die der Server interpretieren und ausliefern muss. Von der eigentlichen Serverleistung bleibt für den einzelnen also nichts mehr übrig.

Im Kampf gegen die Ladezeit

Schauen wir uns also an, welche Pfeile wir im Köcher haben um die beiden Punkte zu bekämpfen:

Plugins gegen die Plugin-Ladezeit

Grundsätzlich sollte eine Wordpressinstallation so sauber wie nur möglich gehalten werden. Nicht benötigte Plugins sollten gelöscht, nicht benötigte Medien, Beiträge und Kommentare dem Papierkorb zugefügt werden.

Darüber hinaus kann man mit folgenden Plugins der TTFB an den Kragen gehen:

WP Rocket

WP Rocket ist ein sogenanntes Caching-Plugin, dass dafür sorgt, dass vereinfacht gesagt, ein Abbild der Seite geschaffen wird, dass vom Server ausgespielt werden kann, ohne jedes Mal alles neu berechnen zu müssen. Darüber hinaus bietet es Tools zur Optimierung von CSS und JavaScript Dateien, ermöglicht das Nachladen von Bildern und kann die Datenbank bereinigen.

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WPRocket kostet aktuell 49$ pro Jahr für eine Website und ist hier erhältlich: wp-rocket.me

Imagify

Bilder machen den größten Teil der Dateigröße einer Website aus. Daten, die vom Server an den Browser geschickt werden müssen und je nach Geschwindigkeit der Internetverbindung zwangsläufig zur Ladezeit beitragen.
Man kann nun alle Bilder selbst mit Tools wie Photoshop komprimieren oder ein Plugin dafür nutzen. Imagify verarbeitet Bilder im Hintergrund und komprimiert sie in verschiedenen Stufen. Damit wird die Pageload schonmal drastisch herabgesetzt.

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Imagify ist kostenlos erhältlich und kann mit verschiedenen Paketen „aufgeladen“ werden. Für kleinere Webseiten reicht oft ein einmaliges Paket aus.
Hier bekommst du Imagify: imagify.io

WP-Disable

Mit diesem Plugin können unterschiedlichste Funktionen deaktiviert werden, die nicht benötigt werden und ihren Beitrag zur TTFB liefern. Das Plugin ist kostenfrei hier auffindbar: wordpress.org/plugins/wp-disable/


Mit diesen Tricks kann die Ladezeit um ein vielfaches heruntergesetzt werden. In Teil 2 werden wir uns dem zweiten Punkt – der Thematik Hosting – widmen.

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